Jugend lernt 8

Jugend lernt?! - Teil 8

Unter dem Motto versuchen wir im „Kellergeist“ die „Basis“ - Informationen des christlichen Glaubens für junge Menschen (aber nicht nur) zu erklären. In dieser Ausgabe geht es um das Thema „Glauben“.

„Ich glaube, morgen wird die Sonne scheinen“. Oder „Ich glaube, meine Mannschaft wird ihr nächstes Spiel gewinnen.“ – Solche Sätze hören und benutzen wir oft. Wenn jemand sagt: „Ich glaube“, dann ist damit meistens gemeint: Ich habe diese Vermutung; es könnte so sein; möglicherweise ist aber auch alles ganz anders.

Wenn man im Zusammenhang mit Gott vom Glauben spricht, dann kann damit nicht nur eine Vermutung gemeint sein. Wer sagt: „Ich glaube an Gott“ – der meint damit nicht die Annahme, die sich ganz leicht auch als falsch herausstellen könnte. Denn der christliche Glaube ist keine ungefähre Ahnung davon, dass es irgendwie und irgendwo noch irgendetwas  geben könnte, sondern der Glaube ist ein festes Vertrauen auf Gott. Festes Vertrauen bedeutet: Man ist sich ganz sicher, dass Gott existiert und dass die Dinge, die er den Menschen in seinem Wort –der Bibel – sagt, Wahrheit verbirgt. Natürlich kann man Gott nicht „beweisen“. Wenn man es könnte, müsste man nicht mehr „glauben“, sondern man würde „wissen“. Doch trotzdem kann man fest auf Gott vertrauen; man kann sich gewiss sein; und man kann seine ganze Hoffnung auf Gott setzten, obwohl er sich nicht beweisen lässt. Das ist Glaube.

Glauben bedeutet, man hält bestimmte Dinge – wie zum Beispiel die Existenz Gottes- für wahr. Aber der Glaube ist noch mehr: Glauben heißt auf Gott vertrauen, sich auf ihn verlassen. Wer sagt: „Ich glaube an Gott“ – der meint damit eine persönliche Beziehung. Der Glaube hat Auswirkungen auf das Leben eines Menschen. Na klar: Man kann Gott nur erahnen, z.B. in dem Nächsten der meine Hilfe braucht. Gott ist nicht weit weg. Gott ist da und gleichzeitig nur bedingt zu sehen. Jede Beschreibung von Gott, währe eine schlechte Beschreibung, weil es nur einen ganz kleinen Teil beschreiben würde. Man kann seine Nähe spüren und zu jeder Zeit auf seine Hilfe hoffen. Das ist Glaube. Eine solche Vertrauensbeziehung ist natürlich nicht einfach plötzlich da. Wie eine Beziehung zwischen zwei Menschen beginnt auch sie ganz klein und kann dann wachsen. Auch diese Beziehung wirft immer wieder neue Fragen auf. Auch diese Beziehung, kann einseitig von uns Menschen, in die Brüche gehen. Auch diese Beziehung kann wieder neu begonnen werden.

Das wachsen des Glaubens vergleicht Jesus mit einem kleinen Samenkorn, aus dem eine Pflanze wird. Das kann man in im Lukasevangelium Kapitel 8, in den Versen 5-15 nachlesen. Dass der Glaube ein festes Vertrauen darauf ist, dass Gott helfen will und helfen kann, zeigt sich auch in der Geschichte von der kranken Frau, die zu Jesus kommt und von ihm gesund gemacht wird: Markus 5, 25-34.